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Unternehmen

Firmengeschichte

Vom Zahnkünstler zum modernen Produktions- und Handelsunternehmen

1830 bis 1972

Bereits im 19. Jahrhundert waren Kreativität und wirtschaftliches Geschick die wichtigsten Fähigkeiten, die „Zahnkünstler”, die Vorläufer der modernen Zahntechniker, für ihre Tätigkeit mitbringen mussten. Dies ist bis heute so geblieben.

Die Geschichte der Wegold Edelmetalle AG beginnt im Jahr 1830: Der Blattgoldschläger Ferdinand Müller gründete in Dresden seine „Legierungsanstalt”. Die Hochzeit seiner Tochter Sidonie mit dem Zahnkünstler Freisleben stellte frühzeitig die Weichen für die künftige Entwicklung des Unternehmens. Das Familienunternehmen wuchs - und überstand im 20. Jahrhundert unbeschadet zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise sowie die Teilung Deutschlands. Im Jahr 1972 kam es zu einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebes: Die Blattgoldschlägerei Ferdinand Müller, Dresden, wurde zwangsenteignet.

1986 - Gründung der heutigen Gesellschaft

Vierzehn Jahre später, 1986, gründete der Dentalkaufmann Jürgen Freisleben, der heutige Geschäftsführer, im fränkischen Wendelstein sein Unternehmen „Wegold Exklusiv”, aus dem 1993 schließlich „Wegold Edelmetalle” hervorging.

1998 - Krisenfest auf dem Wegold Weg

1998 ist für die meisten Mitbewerber ein Jahr der Umsatzverluste. Anders bei Wegold: Durch pfiffige Messepräsenzen und dem „Wegold Weg”, ein durchdachtes modulares Werkstoffsystem, erreicht das Unternehmen ein Umsatzplus von 18 Prozent. Auch mit einer Aufstockung des Mitarbeiterstammes arbeitet Wegold in dieser Zeit gegen den Trend.

1999 - Durch Synergien zur Expansion

1999 begründen Wegold und das Schweizer Unternehmen Cendres & Métaux ihre Partnerschaft in der gemeinsamen Marke „Wegold & CM Edelmetalle”. Wegold übernimmt für CM den Deutschlandvertrieb. Schon bald profitiert Wegold von den ergiebigen Kooperationen. Cendres & Métaux bringt Kompetenz in der Metallurgie und auch bei den Konstruktionselementen ein. Innerhalb kürzester Zeit steigert Wegold den Marktanteil bei Dentalprodukten um über 50 Prozent.

2000 - Der Sprung zur Aktiengesellschaft

Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft noch im Jahr 2000 trägt Wegold den stabilen Zuwachsraten Rechnung. Jürgen Freisleben in seiner Antrittsrede als Vorstandsvorsitzender: „Als Aktiengesellschaft sind wir in der Lage, weiter zu expandieren und unsere Marktposition auszubauen. Und natürlich ist die Umfirmierung auch mit einem gewaltigen Imagegewinn verbunden.” Recht hat er!

2000 - Der erste Neubau

Mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter, mehr Produkte, mehr Platzbedarf: Im Jahr der AG-Gründung zieht Wegold in ein neues Gebäude um. Neben den Büros und Lagerflächen ist hier genug Platz für ein großes Anwendungslabor. Die Top-Etage besetzen bezeichnenderweise nicht die Chefs. Dort sind Schulungsräume für bis zu 80 Teilnehmer mit 16 vollausgestatteten Arbeitsplätzen und ein Casino zur Bewirtung der Gäste. Angesichts des Platzes glaubt man sich bei Wegold jetzt auf längere Zeit gewappnet für weiteres Wachstum. Wie sich drei Jahre später herausstellen sollte, war dies die einzige Fehleinschätzung der jüngeren Unternehmensgeschichte. 2003 wird schon wieder gebaut.

2001 - Es köchelt in der Entwicklung

NEM kommt, weil der Geldbeutel vieler Patienten schmal und schmäler wird. Für den Zahntechniker bedeutet NEM aber mühsames Fräsen und Polieren, hohe Temperaturen im Ofen, spezielle Einbettmassen, höherer Werkzeugverschleiß, und und und. Trotzdem entspricht das Ergebnis materialbedingt in Bezug auf Ästhetik, Passung und Funktionalität nicht den Erwartungen des anspruchsvollen Zahntechnikers.

Die große Frage treibt Wegold um. Was machen wir? Die Antwort: Eine Edelmetalllegierung. Gelbfarben. Einfach zu verarbeiten. Biokompatibel. Aber kostengünstig. Sehr kostengünstig. Eine echte NEM-Alternative, die auch Patienten mit schmalerem Geldbeutel bei minimaler Zuzahlung eine Edelmetallversorgung ermöglicht. So etwas gibt es noch nicht auf dem Markt. So etwas braucht der Markt. Bei Wegold herrscht höchste Geheimhaltungsstufe. Noch ist ecogold nicht geschützt.

2002 - Vorhang auf für Ecogold

Verarbeitungsanleitungen sind gedruckt, Patientenflyer sind verschickt, der Außendienst ist geschult. ecogold ist da. Die hochkonzentriert geplante Markteinführung wird ein voller Erfolg. Immer schneller schwenken Dentallabors um, verabschieden sich von der schwierigen NEM-Verarbeitung.

Und Wegold hat noch einige andere Pfeile im Köcher. Denn nächstes Jahr ist wieder IDS. Ein ehrgeiziges Geräteprogramm wird aufgelegt. Und ecogold soll Geschwister erhalten. Eine Produktfamilie.

Dazwischen: Platzmangel. Haben wir nicht erst 2000 gebaut? Zum Glück ist das Nachbargrundstück frei. Ein Neubau wird konzipiert.

2003 - Innovative Gerätelinie

Der Bauwirtschaft geht es schlecht. Jetzt kann man billig bauen. Im Januar werden die Verträge unterschrieben. Die Bagger rücken an.

Im Mai ist IDS. Die Gerätelinie steht. Nicht als Prototyp, sondern im eigenen Anwendungslabor und bei zum Stillschweigen vergatterten Kunden ausgetestet. Die Messebesucher reagieren zunächst einmal begeistert auf das frische Design. Zahntechniker sind eben Augenmenschen. Ja und dann? Dann sind die Kunden noch einmal begeistert. Diesmal von der Funktion.

Beinahe stiehlt die Gerätelinie den anderen Innovationen die Schau. Aber nur beinahe: Das Ecosystem ist da, ecogold erhält fünf Geschwister, für niedrig schmelzende Spezialkeramik und für Aufbrennkeramik. Dazu gibt es auf der Messe eaysplint zu sehen. Das zum Patent angemeldete, lichthärtende MMA- und peroxid-freies Composite, ermöglicht es, funktionstherapeutische Aufbissschienen innerhalb kürzester Zeit herzustellen. Knirschen ade.

2012 - Neue Disilikat Presskeramik replica_p

Mittlerweile blickt Wegold mit großem Stolz auf nahezu zwei Jahrzehnte Entwicklung und Anwendung von Dentalkeramiken zurück. In dieser langen Zeitspanne hat Wegold Meilensteine mit neuen Produkten und Verarbeitungskonzepten gesetzt, wie z.B. mit der Erfindung des Prinzips der Einschichtkeramik. Viel wichtiger ist jedoch die Erfahrung, die wir durch die Anwendung bei unseren Kunden gewinnen konnten. Diese beiden „Zutaten” – Innovation und Erfahrung – bilden das Fundament, auf dem ein neues Mitglied der Wegold-Keramikfamilie gebaut wird: replica_p!

2014 - Wegold wieder zu 100% eigentümergeführt

Im September 2014 kauft Wegold den 20%-Anteil von Cendres & Métaux zurück. Somit ist Wegold wieder zu 100% eigentümergeführt!

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