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Zahntechnisches Know-How

Wegold Biopur Verarbeitung

Wichtige Werte auf einen Blick

Vorwärmtemperatur der Gießform 700 °C
Schmelzintervall 1063 °C
Gießtemperatur 1200 °C
Hauptlot (vor dem Brand) CM S.G. 1030 (1030 °C)
Zweitlot (nach dem Brand) Wegold Lot Norm 2 (700 °C)
Laserschweißdraht -

Modellation

Erfolgt nach zahntechnischen Richtlinien.

Anstiften

Je nach Gussverfahren gelten unterschiedliche Richtlinien, z.B.:

  • Direkte Methode:
    • 3 mm für Kronen und Inlays; Volumen des Kegels ≈ Volumen der Gussobjekte.

Einbetten

Gips- oder phosphatgebundene Einbettmassen.

Separates Wachsaustreiben

  • Bei 270°C, Öffnung der Gussküvette nach unten.
  • Haltezeit: 30 Min. (1x), 40 Min. (3x), 50 Min. (6x) 60 Min. (9x).
  • Bei Verwendung von Kunststoffen unbedingt Herstellerangaben beachten.

Vorwärmen

  • 700 °C
  • Mindesthaltezeit bei Endtemperatur: 30 Min. (1x), 45 Min. (3x), 60 Min. (6x), 90 Min. (9x).
  • Angaben des Einbettmassenherstellers unbedingt beachten. Bei Verwendung von Kunststoffen Herstellerangaben beachten.

Gießen

Es können Graphit-, Sigradur- oder Keramiktiegel verwendet werden.

Es wird empfohlen für jede Legierung einen separaten Tiegel zu verwenden. Anteil Neumaterial mindestens 1/3. Zum Wiederverguss nur einwandfrei gereinigte, mit nicht rezykliertem Aluminiumoxid (110 µm, 2 bar) gestrahlte Gusskanäle und Gusskegel verwenden. Um Sprünge im Tiegel zu vermeiden Gussmaterial nicht in den Tiegel fallen lassen und darauf achten, dass sich die Gusskegel nicht im Tiegel verkeilen.

Gießtemperatur 1200 °C.

Nach vollständigem Aufschmelzen der Legierung gelten je nach Metallmenge folgende Weitererhitzungszeiten:
Widerstandsbeheiztes Gerät 0 Sek., Propan-Sauerstoff-Flamme 0 Sek., Hochfrequenzgießgerät 0 Sek. (mit individueller Leistungsbegrenzung).

Ausbetten

Gussmuffel auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Um Beschädigungen des Gussobjektes zu vermeiden, zum Ausbetten keinen Hammer verwenden. Das Ausbetten erfolgt idealerweise mit einer Ausbettzange.

Letzte Einbettmassereste können entweder im Ultraschallbad, mit einem Glasfaserpinsel oder mit Glanzstrahlperlen entfernt werden.

Die beim Gießen entstandenen Oxide können in geeignetem Beizmittel (z.B. Wegocid®) entfernt werden.

Ausarbeiten

Mit kreuzverzahnten Hartmetallfräsen in eine Richtung ausarbeiten. Keine Diamanten und Steinchen verwenden. Schleifstäube nicht einatmen! Geeignete Absaugung verwenden!

Löten (vor dem Brand)

Beim Löten von Verbindungen größtmögliche Lötflächen schaffen. Der ideale Lötspalt beträgt 0,05 - 0,2 mm. Nach der Lötung Flussmittel (z.B. Wegold CM-Lötpaste) mit geeignetem Beizmittel (z.B. Wegocid®) gründlichst entfernen.
Empfehlung: Bei keramisch zu verblendenden Flächen darauf achten, dass sich das Lot nicht über die zu lötende Stelle hinaus erstreckt (Sprunggefahr).

Abstrahlen

Im stumpfen Winkel mit Aluminiumoxid (110 µm, 2 bar). Strahlmittelreste anschließend durch Abdampfen sorgfältig entfernen.

Aufbrennen der Dentalkeramik

Bei Verwendung von Wegold cosmica, classica und unica normal abkühlen. Beachten Sie desweiteren die Verarbeitungsanleitung des Keramikherstellers.

Verblenden mit Komposit

Die Verblendung mit Komposit sollte nach Empfehlung des Herstellers erfolgen.

Löten (nach dem Brand)

Lötblock (z.B. mit Wegold CM Löteinbettmasse) im 450 °C warmen Ofen vorwärmen. Bei Verwendung von Wegold Lot Norm 2 (700 °C) Ofen mit einer Endtemperatur von 740 °C für ca. 30 Sek. halten. Anschließend Lötblock sofort entnehmen. Mit geeignetem Beizmittel (z.B. Wegocid®) Flussmittelreste (z.B. Wegold Flussmittel C) entfernen.
Hinweis: Bitte beachten Sie die Brenntemperatur der verwendeten Keramik.

Polieren

Für die Vorpolitur eignen sich Gummipolierer ohne Diamantbestandteile, Filzräder oder Ziegenhaarbürstchen unter Verwendung von z.B. Wegold Polierpaste – Kauflächen idealerweise mit mittelharten Bürstchen bei mittlerer Drehzahl polieren.Die Hochglanzpolitur erfolgt mittels einer Schwabbel und Hochglanzpolierpaste (z.B. Wegold Legabril). Polierstäube nicht einatmen! Geeignete Absaugung verwenden!

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