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Legierungen

Legierungen (lat.) sind Verbindungen oder Mischungen verschiedener Metalle und auch Nichtmetalle (z.B. Kohlenstoff) in unterschiedlicher Zusammensetzung. Man unterscheidet nach der Zahl der Legierungskomponenten Zweistoff-, Dreistoff-, Vierstoff- und Mehrstoff -Legierungen (binäre, ternäre, quaternäre und höhere Legierungen); die überwiegende Komponente wird Grund- oder Basismetall bezeichnet (z.B. Goldbasislegierung, Palladiumbasislegierung, Nickelbasislegierung u.a.m.). Die Legierungskomponenten werden zusammengeschmolzen, zusammengesintert (Metallpulver; Pseudolegierungen) oder durch Diffusion zusammengebracht. Durch das Legieren lassen sich die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Ausgangsmetalle verändern, so dass sich bestimmte günstige Eigenschaften des Grundmetalls gezielt verbessern, wie die Festigkeit, Zähigkeit, Duktilität, Dehnbarkeit, Elastizität, Korrosionsfestigkeit, Farbe, Biokompatibilität und die Verarbeitungseigenschaften. Im kristallinen Zustand können die Legierungskomponeten unvermischt, als Mischkristalle von zwei oder mehreren Komponenten, als intermediäre oder intermetallische Verbindungen auftreten. Nach der Art ihrer Weiterverarbeitung unterscheidet man Gusslegierungen, die sich nur durch Gießen verarbeiten lassen, oder Knetlegierungen, die eine verformende Bearbeitung ermöglichen. Atome, die in Legierungen beteiligt sind, ändern ihre chemische Eigenschaften nicht. Legierungen lassen sich für bestimmte technische Verarbeitungsverfahren konzipieren, z.B. aushärtbare Aufbrennlegierungen, die nach notwendigen zahntechnischen Arbeitsabläufen erst ihre endgültigen physikalischen und chemischen Gütewerte erreichen. Reine Metalle können im zahnärztlichen Bereich wegen ihrer unzureichenden mechanischen Eigenschaften nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Zu diesen Ausnahmen gehören z.B. das in besonderer Weise aufbereitete Feingold, mit dem kleine Kavitäten gefüllt werden oder Folien aus Gold, Platin und Zinn.

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